KARL-FRIEDRICH DÜRR

wurde in Stuttgart geboren und absolvierte zunächst ein Universitätsstudium mit Promotion zum Dr. phil. Nach kurzem Schuldienst studierte er privat Gesang bei Günter Reich. Er debütierte 1980 mit der Titelrolle in Wolfgang Rihms "Jakob Lenz" an der Stuttgarter Staatsoper, der er seitdem als Ensemblemitglied angehört. Hier sang er u.a. Mozarts Figaro in der Inszenierung von Peter Zadek, Leporello, Don Alfonso, Klingsohr, Biterolf und Kothner, Faninal im "Rosenkavalier" oder Joe in "Mahagonny". Sein modernes Repertoire umfasst Rollen wie Eisenhardt in B.A. Zimmermanns "Soldaten", die Titelpartie in Bergs "Wozzeck", den Athleten und den Tierbändiger in Bergs "Lulu". Er sang Hauptrollen in Kreneks "Diktator" und "Die Ehre der Nation" und wirkte u. a. bei den Uraufführungen von Henzes "Die Englische Katze" in Schwetzingen und Hans Zenders "Don Quichotte" mit. Gastspiele führten ihn nach Düsseldorf, Bonn, München, an die Semperoper Dresden, nach Paris und Triest. Die Schallplattenproduktion der "Soldaten", bei der er mitwirkte, erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. 1998 wurde Karl-Friedrich Dürr zum Kammersänger ernannt. Mit Werken von B.A. Zimmermann, Hans Joachim Hespos und Kurt Schwertsik gastierte er bei den Kasseler Musiktagen, beim RSO Berlin und beim New Wave Festival in New York. Seit 1991 konzertiert er mit Brecht-Liedern von Dessau, Eisler und Weill.